Stadtkirche in Naila

An der Stelle der Stadtkirche stand schon 1374 eine Kirche, die dem St. Veit geweiht war und im Laufe der Geschichte mehrmals abbrannte und wieder aufgebaut wurde.

Das heutige Gotteshaus wurde nach dem letzen großen Stadtbrand zwischen 1869 und 1871 im neugotischen Baustil erbaut. Aus der alten Kirche wurden das Kruzifix und der Taufstein gerettet. Sie sind heute neben dem Hauptportal zu sehen. Sechs ovale Ölgemälde auf Holztafeln, entstanden im 17. und 18. Jahrhundert, aus der alten Kirche sind im Museum Naila zu sehen. Sie zierten damals die Empore und die Decke. Die Tafeln wurden 1858 wegen Erneuerung des Innenraums abgehängt und ausgelagert. So überstanden sie den Brand von 1862.

In den Jahren 1935/36 wurde der Innenraum der Stadtkirche grundlegend neu gestaltet.

Die Orgel der Stadtkirche Naila wurde 1997 von der Berliner Orgelbaufirma Karl Schuke gebaut und zählt zu den herausragendsten Instrumenten in ganz Oberfranken.

Eine gründliche Renovierung der ganzen Kirche und Umgestaltung des Chorraumes wurde 2009/2010 durchgeführt. Das zentrale Fenster des Altarraumes wurde wieder geöffnet. Es bildet nun mit den äußeren Fenstern eine Einheit. Die helle Farbgestaltung des Raums schafft eine einladende und festliche Atmosphäre.

Die Länge des Kirchenschiffs beträgt 38 m, der Kirchturm hat eine Höhe von 60 m.

Stadtkirche und Marktplatz
Stadtkirche und Marktplatz

 

Stadtkirche und Rathaus-Rückseite (blaues Gebäude) - 2020
Stadtkirche und Rathaus-Rückseite (blaues Gebäude) – 2020

Fotos: © Harry Kurz, Museum Naila)

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