Land und Leute

„O du fröhliche, o du selige, …“

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit erklingt dieses Lied um den ganzen Erdball.

Es stammt aus der Feder des Waisenvaters und Liederdichters Johannes Daniel Falk, der es 1819 in Weimar herausbrachte. Die Melodie dazu lieferte ein sizilianisches Seemannslied. Allerdings stammt von Falk nur die erste Strophe. Die restlichen beiden ergänzte sein Gehilfe Heinrich Holzschuher. Dieser hängte sie in einem von ihm komponierten Singspiel der Falk´schen Strophe an.

Heinrich Holzschuhers Vorfahren stammten aus Naila, wo sie als Bergleute, Schneider, und Gürtler ihr Auskommen fanden. Sogar ein Bürgermeister war unter ihnen. Er selbst wurde 1798 in Wunsiedel geboren. Großvater Johann Heinrich war Mitte des 18. Jahrhunderts mit seiner Frau Katharina Antoinette Esther geborene Bourdos, einer Hugenottin, dorthin gezogen. Vielleicht lag schon daher etwas Unstetes, Ehrgeiziges, Abenteuerliches im Blut des Enkels. Nach einem ewig getriebenen Leben fand unser Liederdichter Heinrich Holzschuher wieder in die nordostoberfränkische Heimat zurück. Auf den Rittergütern in Bug und Brandstein bei den Freiherrn von Dobeneck arbeitete er in seinen letzten Lebensjahren als Patrimonialrichter. Er starb, noch nicht 50 Jahre alt, am 30. Dezember 1847 und liegt auf dem alten Friedhof in Berg begraben.

Heinrich Holzschuher brachte uns durch seine Ergänzungen der Zeilen: „Christ ist erschienen, uns zu versühnen“ und „Himmlische Heere jauchzen Dir Ehre“ die Vollendung eines der schönsten Weihnachtslieder. Seit 1850 wird es in dieser Form weltweit gesungen.

 

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