Adresse
Museum Naila
Schleifmühlweg 11
95119 Naila

Öffnungszeiten
sonntags von 14 bis 16 Uhr

Gruppenbesichtigungen
nach Voranmeldung
auch zu anderen Zeiten

Eintritt
Erwachsene 2,00 €
Kinder und Jugendliche 1,00 €
Gruppen ab 10 Personen je 1,50 €
Schüler im Klassenverband je 0,50 €

Kontakt
Museumsverein Naila e.V.
Tel. 09282 8070 (W. Brügel)
info@museumnaila.de

Beitrittsformular (pdf)


- Aktuell -

Sonntag, 18. Dezember 2016, 14 - 17 Uhr: "Naalicher Geschichte(n)"
Erinnerung an die Wappenverleihung am 21.Dezember 1454.
Unter dem Motto: "Noachert halt mer alla zamm, wemmer unner Fahna ham" gibt es einen Vortrag von Wolfgang Brügel, dazu ist der Film des historischen Umzugs der Schützen 1973 von Willi Feldrapp zu sehen.

Sonntag, 27. November 2016: Das große Puppenhaus  - Holzheit-Puppenhaus - öffnet am ersten Advent seine Türen zur Weihnachtszeit.

Sonntag, 29. Mai 2016: Eröffnung der Ausstellung "Klöber Schuhkollektion Teil II - die Dreißigerjahre". Schwerpunkte: Gebrauchsschuhe , vom Fischerstiefel zum Holzer - Schuhstadt Naila, die Firmen "Tamm" und "Franken".

Samstag, 07.05.2016: Der Historische Verein Naila besucht das Museum - Führung durch Museum und Archiv, Vorstellung der Hochzeitsdecke (Nadelmalerei), Ausstellung und Vortrag zu den Dokumenten "Als Franken preußisch wurde".

Vorstellung der neuentwickelten Tracht des Altlandkreises Naila und des Berger Winkels
am Freitag, 19.02.2016 im Foyer der Frankenhalle Naila
Schirmherrschaft: Erster Bürgermeister Frank Stumpf

Die Tracht wurde entwickelt in Zusammenarbeit mit der Trachtenbeauftragten des Bezirks Oberfranken, Frau Dr. Jauernig, der Staatl. Fachschule und Berufsfachschule für die Bekleidungsindustrie in Naila und dem Museumsverein Naila.

Die laufende Ausstellung "Die große Welt im Streichholzformat" - Filigrane Objekte aus der Sammlung Wirth des ehemaligen Streichholzmuseums in Hof - wird wegen großem Interesse
bis zum 28. Februar 2016 verlängert.

Sonntag, 29. November 2015 - 14 Uhr
Sonderausstellung zur Weihnachtszeit:
"Die große Welt im Streichholzformat" - Filigrane Objekte aus der Sammlung Wirth des ehemaligen Streichholzmuseums in Hof.
Die Ausstellung wird bis zum 31. Januar 2016 gezeigt.


Sonntag, 17. Mai 2015 - 14.00 Uhr
Internationaler Museumstag. Eröffnung der Ausstellung "Schuhstadt Naila - vom Handschuster zum Industrieschuhmacher"
und
Sonderausstellung "Nailaer Tracht" mit alten Trachten und Entwürfen zum Projekt "Erneuerte Nailaer Tracht"


10. März 2015
Das Museum Naila erhält das Bild "Perfurt" von dem Künstler und Kunsterzieher Reinhard Munzert aus dem Jahr 1954 als Leihgabe der Grundschule Naila.

aquarell "perfurt"


Seit dem 21. Februar 2015 ist das Museum Naila mit einer eigenen Homepage online.

Wappenverleihung an den Markt Naila
am 21.12.1454
Geschichte - Ausführliche Chronik
- Der Ursprung
- Naila
- Die Kirche
- Die reformierte Gemeinde
 
Geschichten - Das Wappen von Naila
- Alte Berufe und Handwerke
- Die Zeit der Weißnäherei
- Nailaer Originale
- Land und Leute
Bergbau

Schon vor 1000 Jahren dürfte der Nailaer Bergbau begonnen haben, der zwischen 1471 und 1630 eine lang anhaltende Blütezeit erlebte. In Gruben mit wohlklingenden Namen wie „Reicher König Salomo“ oder „Königin vom Reich Arabien“ wurden vornehmlich Kupfer- und Eisenerze gefördert. 1683 wurde hier ein Bergamt errichtet. Naila war der Mittelpunkt dieses blühenden Wirtschaftszweiges.

Um 1740 erfuhr der Bergbau in Naila einen zweiten und gleichzeitig letzten Höhepunkt, als aus dem „Oberen wilden Mann“ wöchentlich 4000 Seidlein (1 Seidlein entsprach ca. 1/8 cbm) Erz gefördert wurden und etwa 400 Bergleute in Naila Arbeit und Brot fanden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts versuchte man vergeblich, durch Ausgabe von Aktien den Bergbau gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu erhalten.

Exponate aus 800 Jahren lassen die Erinnerung an den Bergbau wieder aufleben.


Bergmannstracht

Schubkarre
Schusterhandwerk

Zu den bedeutendsten alteingesessenen Handwerken Nailas zählt das Schuhmacherhandwerk. Lange vor dem 30jährigen Krieg verarbeiteten Nailaer Schuster das Leder der einheimischen Rot- und Weißgerber. 1632 gründeten sie eine eigene Schuhmacherzunft. Markgraf Christian gab 1646 die Zunftordnung „des ersamen Handwergks der Schumacher zu Nayla“. 1849 wurde der Schuhmacherverein gegründet.. Die Nailaer Schuhmacher stellten hauptsächlich derbe Arbeitsschuhe und Stiefel her, die auf den Märkten in den umliegenden Orten sogar bis nach Kronach und weit ins thüringische und sächsische Land hinein verkauft wurden. Mit der industriellen Fertigung von Schuhen in drei großen Schuhfabriken in Naila, gegründet zwischen 1885 und 1920, erlebte das Schuhmacherhandwerk im 20. Jahrhundert seinen Niedergang.

Die Schusterstube versetzt den Betrachter in die alte Zeit der Schuhmacher.

 


Schuster-Arbeitsplatz

Leder-Nähmaschine

Damenschuhkollektion

Stiefel
Weißnäherei

Als Mitte des 19. Jahrhunderts große Not im Frankenwald herrschte, beschloss ein eigens einberufenes Komitee der bayerischen Regierung, als Maßnahme zur Arbeitsbeschaffung die Handstickerei – auch Weißnäherei genannt – nach Vorbild des sächsischen Vogtlands einzuführen. Vor allem Mädchen und Frauen ergriffen die Chance, mit dieser allerdings schlecht bezahlten Heimarbeit das karge Familieneinkommen etwas zu ergänzen. Aus dem „Plauisch Nähen“ (die ersten Aufträge wurden von Firmen in Plauen vergeben) entwickelte sich die Handstickerei „Frankenwälder Art“ mit Hohlsaum, Wickel, Rennel, Plattstich, Nadelmalerei, Festonnieren und Monogrammstickerei. Hergestellt wurden hauptsächlich Bett-, Tafel- und Leibwäsche, auch Brautaustattungen. Der Nailaer Fabrikant Oscar Frohmuth ließ sogar zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Tafeldecke mit 60 Speise- und 40 Kaffeeservietten für den spanischen Königshof zum Preis von 28 000 Reichsmark von Nailaer Weißnäherinnen anfertigen. Durch den 1. Weltkrieg, Inflation und Weltwirtschaftskrise gehen viele Stickereibetriebe (Faktoreien) zugrunde. Nach einem kurzen Aufschwung um 1935 erfolgt 1945 der totale Zusammenbruch des Gewerbes.

Sehr beeindruckend sind die Ausstellungsstücke der Weißnäherei.

 


Weißnäherin

Weißnäherei-Produkte

Tischdecke in Weißnäherei-Technik
 

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Harry Kurz (Design und Umsetzung), mail@harrykurz.de.

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Satzung
des Museumsvereins Naila e.V.


Sonderausstellungen im Museum Naila
ab 29.11.2015 "Die große Welt im Streichholzformat" - Filigrane Objekte aus der Sammlung Wirth des ehemaligen Streichholzmuseums in Hof Streichholzmotorrad
ab 30.11.2014 "Alle Jahre wieder..." - Puppenhaus und Dampfmaschine
ab 02.12.2012 Altes Spielzeug aus dem Erzgebirge - aus der Sammlung Max Paulus, Bindlach
ab 27.11.2011 Kinderträume in Plüsch - Weihnachtssonderausstellung: Teddybären und mehr
ab 11.09.2011 Alte Stadtbilder und -ansichten von Berg, Schauenstein, Schwarzenbach/W., Selbitz
ab 28.12.2010 Kinderwelt - Kinderbücher aus alten Zeiten (Privatsammlung)
ab 14.03.2010 Russische Ikonen aus dem 18. und 19. Jahrhundert (Privatsammlung)
ab 16.03.2008 Alte Bibeln - Geistliche Literatur aus 5 Jahrhunderten (Privatsammlung)
ab 03.12.2006 Kinderträume - Weihnachtssonderausstellung: Puppen von 1840 bis 1920 aus Frankreich und Deutschland
ab 23.09.2006 Sudetenland - auf der Suche nach der verlorenen Geschichte
ab 02.07.2006 Das Schuhhandwerk in Naila und Umgebung
02.07.2006 Museumsfest - 20 Jahre Museum Naila und 100 Jahre Schuh- und Stiefelfabrik Otto Tamm
21.05.2006 Museum und junge Besucher - Internationaler Museumstag / Aktion: Wettbewerb mit Ausbildung zum Museumsdetektiv
ab 27.11.2005 Biblische Geschichten in Diaramen mit Zinnfiguren
ab 25.09.2005 Meilensteine der Photographie (Privatsammlung)
ab 20.03.2005 Bunzlauer Keramik (Privatsammlung)
ab 28.11.2004 Schneekugeln und Spieluhren (Sammlung aus Seibis/Thür.)
ab 19.06.2004 Gestern und Heute - Kleider machen Leute
ab 14.03.2004 Religiöses Leben im Frankenwald
ab 29.11.2003 Altes Spielzeug
ab 25.03.2003 Nailaer Zinn

Nailaer Tracht

Seit Jahrzehnten schien die Tracht, wie sie in Naila und den umliegenden Orten getragen wurde, in Vergessenheit geraten zu sein. Nur wenige Exemplare überstanden die Zeit auf Dachböden oder in alten Truhen.

Eine Renaissance der hiesigen Tracht zeichnet sich langsam wieder ab. Die Idee ist es, eine eigene Kleidung für den Altlandkreis Naila nach historischen Vorbildern zu schaffen, unter Wahrung lokaltypischer Besonderheiten. Das Museum Naila stellte mehrere Exemplare der originalen Nailaer Tracht sowie Fotos aus dem frühen 20. Jahrhundert für Untersuchungen zur Verfügung. Fünf typische Elemente sind zu erkennen: Die Saumbetonung, ein tief ausgeschnittenes Mieder, Weißnäherei an der Bluse, eine Haube oder Kopftuch, sowie eine Schürze. Die Idee lebt weiter und findet jetzt ihre Umsetzung in der Anfertigung der erneuerten Nailaer Tracht.

 

Nailaer Tracht
Alte Nailaer Trachten

 

Religiöses Leben

Nailaer Kirchentafeln: Sechs ovale Ölgemälde auf Leinwand, entstanden im 17. und 18. Jahrhundert, aus der alten evang.-luth. Kirche. Sie zierten damals die Empore und die Decke. Die Tafeln wurden 1858 wegen Erneuerung des Innenraums abgehängt und ausgelagert. Sie überstanden so den großen Stadtbrand von 1862, der die Kirche vollkommen zerstörte.

Diese Ölgemälde wurden 1985 aufwändig restauriert. Sie zeigen vier biblische Szenen, ein Wappen (1690) und einen Text (Offenbarung des Johannes 14, Vers 13).

Erhalten geblieben aus der Zeit vor dem großen Brand sind außerdem noch der Scherben von einer der drei alten Glocken (befindet sich im Museum) sowie ein großes Kruzifix, das in der Stadtkirche hängt.

Bildtafel 1    Bildtafel 2

Geroldsgrüner Liederhandschrift: Im Frühjahr 1946 wurden beim Aufräumen des Rathausbodens in Geroldsgrün viele alte Papiere verbrannt. Durch die Aufmerksamkeit eines Helfers konnte dieses eine Blatt (von etwa 30 Pergamentstücken) vor dem Feuer gerettet werden.

Das Fragment stammt von einem Antiphonar, das beidseitig mit Noten und einem lateinischen Text beschrieben ist. Nach einem Gutachten handelt es sich dabei um einen Teil eines alten Marienliedes.

Die Großbuchstaben gehören zu den Lombardischen Versalien. Die anderen Buchstaben sind frühgotische Minuskeln, wie sie vor tausend Jahren geschrieben wurden. Charakteristisch sind die vierlinigen Notenzeilen. Alle Kriterien deuten auf eine Entstehung um 1200 n. Chr. hin.

Notenblatt